Über die Jugendlichen

Wer steckt dahinter?

Wir sind eine Jugendgruppe von ca. 20-25 Jugendlichen im Alter von 15 bis 23 aus Grimma und der ländlichen Umgebung rundherum. In unserer Gruppe finden sich die unterschiedlichsten Charaktere, Hobbies und Fähigkeiten. Einige von uns gehen zur Schule, Andere wiederum sind bereits im Studium und wieder Andere arbeiten. Was alle gemeinsam haben ist ihr ehrenamtliches Engagement im Dorf der Jugend. Auf Grund dieser Vielfältigkeit ergibt sich die Vielseitigkeit des Projektes – wir sind Skater_innen und Basketballer_innen, wir sind Sprayer_innen, wir sind Musiker_innen und Upcycler_innen, wir sind Handwerker_innen, Bäcker_innen und Fußballer_innen, Köche und Köchinnen, Gärtner_innen und Fahrradverliebte. All diese unterschiedlichen Facetten machen es natürlich schwer „die Jugendlichen“ konkret zu beschreiben, ohne irgendetwas oder irgendjemanden zu vergessen.

… was wir möchten

Unser Selbstverständnis

Was ist das?/Warum das Ganze? Dieses Selbstverständnis gibt den Grundkonsens der im Dorf der Jugend engagierten Menschen wieder. Es fasst die Ideen, die das „Dorf der Jugend“ ausmachen, also all das, was wir unter dem Projekt verstehen und was uns daran wichtig ist. Dabei ist das Selbstverständnis als ein Ziel zu verstehen und die Umsetzung als ein Prozess, der mal besser, mal schlechter verläuft – das Selbstverständnis ist dabei jedoch eine wichtige Orientierung.

Jugendprojekt: Das Dorf der Jugend ist ein Raum für junge Menschen. Das bedeutet, dass die Jugendlichen die Hauptakteure im Projekt sind und die wichtigen Entscheidungen von den Jugendlichen ausgehen.

Do It Yourself: Das Dorf der Jugend ist für uns ein Raum zum Ausprobieren und selbst gestalten. Wir möchten an allen Prozessen im Projekt teilhaben und daran wachsen können. Statt unsere ideen von Expert*innen realisieren zu lassen probieren wir selbst oder kooperieren mit ihnen. Ziel ist es, Wissen weiterzugeben und nicht immer nur die ausführen zu lassen, die etwas am besten können. Es muss nicht immer alles perfekt sein, es darf auch mal etwas schiefgehen.

Freiwilligkeit: Das Dorf der Jugend ist vielen von uns eine Herzensangelegenheit. Als Ehrenamtliche gehen wir in diesem Zusammenhang Verpflichtungen ein und erklären uns für verantwortungsvolle Aufgaben bereit. Jedoch bestimmt jede*r selbst, wie viel Zeit und Energie er*sie in das Projekt investieren möchten und wie viel er*sie macht. Unabhängig von den Konsequenzen ist es zu jeder Zeit möglich, von den übernommenen Aufgaben zurückzutreten. Wichtig ist dabei eine gute und klare Kommunikation.

Hierarchiefreiheit: Das Dorf der Jugend ist basisdemokratisch strukturiert. Grundlegende Entscheidungen werden in offenen, konsensorientierten Plenen getroffen, alle können sich hier gleichberechtigt mit einbringen. Auf Grundlage der Entscheidungen im Plenum kann jede Person frei im Dorf der Jugend agieren. Auch die im Projekt angestellten Personen sind an die Plenumsentscheidungen gebunden. Um Hierarchien tatsächlich zu minimieren, gilt es auch die eigene Position zu reflektieren. So sind z.B. aufs der Dauer der Mitwirkung, der Rolle als Hauptamtliche*r/ Ehrenamtliche*r Differenzen gegeben, auf die wir in unserer Kommunikation und unseren Handlungen achten sollten.

Transparenz: Um Hierarchien abzubauen, sind alle Informationen potentiell für alle zugänglich. Das bedeutet auch, möglichst einfache Zugänge zu schaffen, die für alle verständlich und erreichbar sind.

Diskriminierungsfreier Raum: Um einen Freiraum für alle Menschen anzubieten, ist es uns wichtig, keinen Platz für Diskriminierung zuzulassen. Gerade die Menschen, welche in der Gesellschaft Unterdrückung aufgrund von konstruierten Merkmalen (wie Herkunft, Geschlecht, Alter, Bildungsgrad und weiteren) erfahren, sollen sich bei uns wohlfühlen können. Um auf einen diskriminierungsfreien Raum hinzuarbeiten erarbeiten wir Konzepte, reflektieren unser Verhalten und behalten uns vor, diskriminierende Menschen vom Projekt auszuschließen.

Offenheit: Jeder Mensch kann schnell und unkompliziert ein Teil des Dorf der Jugend werden. Gemeinsam achten wir darauf, alle die möchten, in das Projekt einzubeziehen und dass jede*r sich im Projekt zurechtfinden kann.

Gesellschaftsrelevanz: Das Dorf der Jugend ist unser Freiraum, aber er existiert nicht losgelöst vom Rest der Gesellschaft. Unser Ziel ist es, ein Teil der lokalen Strukturen zu sein und unsere Gedanken und Ideen nach außen zu tragen. Dies tun wir durch bewusste Öffentlichkeitsarbeit und indem wir mit anderen Akteuren kooperieren und dabei auch Unterschiede akzeptieren.

Unabhängigkeit: Das Dorf der Jugend ist genau das, was wir daraus machen. Wir sind niemand Externem verpflichtet und entwickeln das Dorf der Jugend, basierend auf der Projektkonzeption, so, wie wir es uns wünschen.

Ruhepol und Solidarität: Das Dorf der Jugend ist nicht nur ein Raum, in dem wir gemeinsam Dinge auf die Beine stellen, sondern auch ein Raum, um dem Leistungsdruck der Gesellschaft zu entfliehen. Wir achten darauf, uns nicht zu überfordern, auch wenn noch so viel zu tun ist. Genauso achten wir nicht nur auf unsere individuellen Bedürfnisse, sondern unterstützen uns gegenseitig bei unseren Problemen uns sprechen gemeinsam über Konflikte. Wir passen gegenseitig aufeinander auf und halten zusammen.

Nachhaltigkeit: Das Dorf der Jugend ist ein Ort mit Zukunftsperspektive. Das bedeutet, nicht nur nachhaltig mit sich selbst, sondern auch mit dem Planeten und der uns umgebenden Umwelt umzugehen. Daher achten wir darauf, was und wie wir einkaufen und recyclen alte Materialien.

Veränderlichkeit: Das Dorf der Jugend ist ein Raum mit vielen Nutzungsmöglichkeiten, in welchem bereits viele Ideen realisiert wurden. Genauso ist das Dorf der Jugend ein Projekt mit vielen Strukturen, Leitfäden und Verantwortlichkeiten, die in den letzten Jahren entstanden sind. Jedoch ist keine dieser Nutzungsmöglichkeiten und Strukturen auf alle Ewigkeit festgeschrieben, sondern kann immer wieder von den aktiven Menschen verändert werden. Die Grundsätze solcher Veränderungen werden in den konsensorientierten Plenen diskutiert und festgelegt.

Wie kann ich mitmachen?

Das was du gelesen hast klingt ganz nach deinem Alltag und deinen Interessen?

Du hast Lust dich zu beteiligen und dich bei uns zu verwirklichen?

Komm gern vorbei und schau dir an was wir hier treiben, wir treffen uns jeden zweiten Donnerstag zu unserem Donnerstagsplenum (DoPl).

Oder schreib uns eine Mail an dopl[at]dorfderjugend.de .

Wir freuen uns auf dich!