In den letzten Wochen sind wieder einmal mehrere Artikel und Beiträge über uns erschienen, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Gleichzeitig möchten wir einen Teil der Artikel kurz kommentieren, um unsere Sicht auf die Dinge darzustellen. Eine Übersicht über alle in der letzten Zeit erschienenen Artikel über unser Projekt findet ihr weiterhin hier.

LVZ-Artikel stellt falsche Behauptungen auf

Am Freitag erschien unter dem Titel “ Grimma wird Mitglied im Dorf der Jugend“ ein Artikel in der Leipziger Volkszeitung, in dem es um die Kooperation zwischen der Stadt Grimma und unserem Projekt geht. In der vergangenen Woche fand eine Stadtratssitzung statt, in welcher beschlossen wurde, dass die Stadt Fördermitglied in unserem Verein, dem FJZ e.V., wird, um uns symbolisch zu unterstützen. Darüber freuen wir uns sehr und hoffen, dass wir auf weitere Unterstützung bauen können!

Jedoch finden sich im Artikel auch Behauptungen, denen wir nicht zustimmen können. Wir distanzieren uns davon, Tobias Burdukat als unseren „Quasi-Bürgermeister“ zu bezeichnen, eine daran angelehnte Rolle steht in einem Projekt, dessen Entscheidungsgremium ein konsensorientiertes Plenum ist, keinem zu. Wir möchten als eine Gruppe von jungen Menschen, die gleichberechtigt agieren, wahrgenommen werden und nicht dass immer wieder eine Person hervorgehoben wird, auch wenn sie als Sozialarbeiter agiert und im Entstehungsprozess des Projektes sicherlich eine entscheidende Rolle gespielt hat.

Zudem fragen wir uns, warum bei dem Graffiti „Kacken ist wichtiger als Deutschland“ die freie Meinungsäußerung enden soll, wie es Redakteur Frank Schmidt in seinem Kommentar schreibt. An der Spitzenfabrik kann an einem Teil der Wände legal Graffiti gesprüht werden und somit jede*r seine*ihre Meinung frei äußern, solange sie keine Straftat darstellt. Unserer Meinung nach wurde hier kein Rahmen überschritten, wir stehen weiterhin hinter der Aussage an unserem Klocontainer. Auf eine sicherlich überspitzte Weise wird hier eine grundlegende Botschaft deutlich: Nationalstaaten sind nicht das Wichtigste auf der Welt, sondern von den Menschen selbst geschaffene Konstrukte. Über alle Grenzen hinweg verbindet uns viel mehr, als uns trennt, eben auch das Bedürfnis sein*ihr Geschäft zu machen. Wir befinden uns nun einmal in Deutschland, einem Land in dem tagtäglich rassistische Angriffe auf Menschen anderer Herkunft geschehen, eben aufgrund eines Stolzes auf die eigene Nation. Daher bleiben wir dabei: für uns gibt es wichtigeres als Deutschland, und Kacken gehört auf jeden Fall dazu.

Pudding und Niels zum Anhören

In der letzten Woche hatten wir die Möglichkeit, unser Projekt in einem weiteren sehr bekannten Medium zu präsentieren – dem Stern. Und zwar in dessen Podcast MONO, in welchem Pudding knapp 20 Minuten lang zu hören ist. Er berichtet über seine eigenen Erfahrungen in Sachsen und seine Analyse der Lage. Dabei kommt er unweigerlich auch auf das Dorf der Jugend zu sprechen. Hier findet ihr den kurzen Artikel dazu und hier den Podcast in voller Länge. Außerdem hat Niels ein Interview bei Radio Corax gegeben, dieses findet ihr hier.

#saveyourhinterland in der Jungle World

Die jungle.world berichtet unter dem Titel #saveyourhinterland noch einmal über den Entstehungshintergrund unseres Projektes und unsere aktuelle Auseinandersetzung mit dem Jugendamt. Dabei findet auch der Bundeskongress linker Räume und Zentren, an welchem auch wir teilgenommen haben, Erwähnung. Wir möchten aber noch darauf hinweisen, dass das Jugendamt beim Landkreis angesiedelt ist und nicht beim Stadtrat, wie es im Artikel zum Teil vermittelt wird. Wie im oben erwähnten Artikel der LVZ beschrieben können wir aktuell auf die Unterstützung des Stadtrates bauen.

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