Dass Kunst auf jeden Fall ein Teil von Jugendkultur ist, ist unstrittig. Viele unserer Jugendliche sind Musiker_innen, Maler_innen oder eben auch Sprayer_innen. Graffitikunst ist bei weitem noch nicht so stark etabliert und angesehen wie andere Kunstformen, allerdings zu Unrecht. Doch wir haben die Erfahrung gemacht, das sowas alles Gewöhnungssache ist. Alles begann damit, dass auf unserem Gelände Jugendliche mit der Dose künstlerisch aktiv wurden und das Gelände so verschönerten. Lange blieb dies allerdings nicht unentdeckt und mit der Zeit wurde der Wunsch nach Workshops laut. Der damalige FSJler des Projektes Ruven kam da wie gerufen. Er selbst war sehr begabt mit der Dose und außerdem hatte er Projektarbeit zur Hauptaufgabe- somit waren die Graffitiworkshops geboren. Es gab verschiedenste Aufträge, den Auftakt bildete eine Mauer in der Augustinergasse gegenüber des Gymnasiums welche gemeinsam mit Jugendlichen entworfen und gestaltet wurde. Es folgten öffentliche Veranstaltungen mit einem großen Malen nach Zahlen Graffiti für Jedermann* und Laufpublikum auf dem Nicolaiplatz, und einige Privataufträge an Schulen wie zum Beispiel an der Grundschule in Hohenstädt. Natürlich ist es in erster Linie immer noch ein Hobby und wird vor Allem auch auf dem Gelände selbst betrieben, doch die Anfragen für Veranstaltungen und oder Workshops nehmen nicht ab und wir freuen uns sehr, dass Graffitis endlich gesellschaftsfähiger werden.