Die deutsche Poplandschaft erfreut sich in letzter Zeit an einem Aufschwung junger Künstler*innen, welche allesamt auf ihre eigene Art und Weise dieses Spiel mitspielen wollen. Ein bisschen habe zumindest ich das Gefühl, dass sich bei Künstler*innen wie Faber, AnnenMayKantereit, Pabst, Leoniden und auch Provinz aber oftmals die Geister scheiden. Bei der Platte in dieser Woche könnte es sich jedoch um Musik handeln, die einen großen Teil der Menschen abholt und Gefallen daran finden lässt. Rookery ist das Debütalbum von Giant Rooks. Eine wirklich junge Indieband, die einen vielschichtigen Entwurf von Indie und Pop, wie ihn zumindest in Deutschland grad fast nieman*d präsentiert.

Nach mehreren EPs, welche in den zurückliegenden Jahren erschienen sind, liegt nun der erste Langspieler vor. Zu den bereits veröffentlichten Dingen kann ich mich nicht wirklich äußern, da diese so ein bisschen an mir vorbeigingen. Spätestens seit Veröffentlichung von Watershed als Singleauskopplung konnte ich den Hype auch finally mal nachvollziehen. Neben Heat Up sind die beiden genannten Tracks die, die sich für eine Annäherung anbieten. Beide warten durch bemerkenswert eingängige Hooks auf, die das Hitpotenzial dieser Band einmal mehr unterstreichen.

Es wird bei diesem Album ziemlich schnell klar, dass es von Menschen geschrieben wurde, welche eine musikalische Ausbildung genossen haben. Nicht, dass dies auf irgendeine Art und Weise für irgendwas eine Voraussetzung wäre, aber der sehr hohe Perfektionsgrad dieses Albums fällt auf. Da sitzt nahezu jedes Moment an dem richtigen Platz. Die Arrangements sind stark, die Melodien machen Spaß und das Klangerlebnis in Gänze ist an fast allen Ecken und Enden wirklich gut. Wer gut gemachten Pop oder Indie sucht, wird bei dieser Platte auf jeden Fall fündig. So darf Musik im Jahr 2020 gern viel öfter klingen.

-örl

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