Mit „Laute Pfade, Leise Sohlen“ liegt mit dem heutigen Tage die erste LP von wonach wir suchen vor. Wer nicht zum ersten Mal etwas von dieser Band hört, wird einige Songs wiedererkennen. Viele der zwölf Songs sind schon länger Teil des Livesets und wurden mitunter auf vorherigen EPs schon veröffentlicht. So wie sie hier aber nun klingen, klangen sie noch nie. Und genau deswegen empfehle ich jedem Menschen, auch denen, die die Band und Songs vielleicht schon kennen, sich „Laute Pfade, Leise Sohlen“ zu widmen.

wonach wir suchen sind für das Projekt „Dorf der Jugend“ und den Menschen, die Teil davon sind mindestens (alte) Bekannte, aber auch oftmals gute Freunde. Und das nicht erst seit deren Konzert auf dem letztjährigen Crossover Festival. Das Projekt, die Menschen und die Band sind schon seit einer langen Zeit verbandelt. Und wenn gute Freunde ziemlich gute Musik machen und diese auf Platte bringen, sollte schon darauf aufmerksam gemacht werden.

Was vor über zehn Jahren mal als Liedermaching- Duo begann und dann über die Jahre durch Schlagzeug und E-Gitarre ergänzt wurde, ist im Jahr 2020 kein Akustikpunk im eigentlichen Sinne mehr. Dass die Wurzeln der Band innerhalb dieser Musik liegen, ist unverkennbar, findet sich aber nun in einem aufgeräumten, transparenten und vielleicht poppigen Klangbild wieder. Die Songs finden sich in einem Gewand, die deren vollen Glanz entfalten kann.

Es lassen sich auf dem Album drei Ebenen ausmachen. Punkig und vergleichweise roh kommt da zum Beispiel die „Rebellin“ daher. Eher indiemäßig verspielt hingegen zeigt sich ein Song wie „lieber lieb“ und balladenhaft macht „Künstlerin“ ziemlich nachdenklich. Diese drei Ebenen zeichnen das Album aus und werden von wonach wir suchen mit einfallsreichen Arrangements, einem tollen Gespür für Melodien und Rhythmen und der charakteristischen Stimme des Frontsängers dargeboten. Diese erfrischende Mischung und musikalisches Talent machen „Laute Pfade, Leise Sohlen“ zu einem spannenden und tollen Album, welches viele Menschen ansprechen dürfte.

Ich nehme mir mal heraus, im Namen des Projektes einen Happy Releaseday zu wünschen. Auf dass ihr noch viel Spaß mit der Platte haben werdet. Wir werden diesen haben, da bin ich sicher. Und kommt mal wieder vorbei. <3

-örl

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