The 1975 wird innerhalb der Spitzenfabrik- Community irgendwie ein besonderer Status beigemessen. Es ist eine der Bands, die hier in den meisten Playlists nicht fehlen darf. Dies liegt wahrscheinlich nicht zuletzt daran, dass sie auf ihrer ersten Platte ein paar wirklich eingängige Herzschmerzballaden veröffentlichten, welche bis heute oft und gern gehört werden. Auch in Grimma. Mittlerweile steht das vierte Album an. Das ist was echt anderes als die bekannten Tracks vom selbstbetitelten Debut, aber trotzdem mindestens ein Reinhören wert.

Ein sinnvoller Anfang

Greta Thunberg persönlich eröffnet die Platte. Die folgenden fünf Minuten Spoken Word ebnen den Weg für das kommende „People“, dessen Musikvideo ihr obendrüber sehen könnt. Das ist ein Song, den man* in dieser Form am wenigsten von dieser Band erwarten würde. Bestimmt hat dieser auch innerhalb der eingeschworenen Fanszene für einige Verwirrungen gesorgt, aber aus meiner Sicht ist das ein einfach guter Rocksong, welcher ohne zu Zögern und ohne Firlefanz auf den Punkt kommt. Worth to check out auf jeden Fall!

Alles auf einmal

Jetzt, wo das Album begonnen hat und Song zwei vorbei ist, fällt es mir ziemlich schwer, das weitere Album für euch zusammenzufassen. NOACF ist mal wieder wirklich viel Musik und in seiner Gänze für mich noch nicht ganz greifbar. So wie sich die ersten beiden Songs der Platte anhören, klingt kein anderer Song. Ebenso klingt gefühlt kein Song wie ein anderer Song des Albums. Es ist unglaublich, wie viele unterschiedliche Stile diese Band so komprimiert vereinen kann. Und jeder einzelne Stil, somit jeder einzelne Song selbst, bewegt sich auf einem derart hohen musikalischem Niveau, dass man* ganz schnell zu dem Schluss kommen kann, dass The !975 einfach eine Ansammlung großartiger Musiker*innen ist, die mit NOACF wieder mal ein großes Album veröffentlicht haben.

Wenn man* sich nicht entscheiden kann

Müsste ich einen Tipp abgeben, mit welchem Song der Einstieg zu dieser Platte leicht fallen könnte, würde ich wahrscheinlich „If You’re Too Shy“ nennen. Mich persönlich hatte der Song tatsächlich ab dem ersten Hören. Wer eine kleine Affinität für den Vibe der Musik der 80er Jahre hat, wird wissen, was ich meine. Auch dieser Song ist wirklich groß, gibt aber auch nicht unbedingt einen guten Vorgeschmack darauf, wie die anderen 21 Songs so klingen.

Vielleicht ist ein guter Weg, sich dem Album zu nähern, wenn man* sich gerade nicht die 80 Minuten für die komplette Scheibe nehmen kann oder möchte, sich mal durch die Musikvideos zu klicken, die im Zuge der Promophase so veröffentlicht wurden.
Wobei ich natürlich wie immer dafür plädiere, sich ein Gesamtkunstwerk an in aller Gänze zu geben.

Ich halte ja mit Superlativen innerhalb dieses Formates so gut wie nicht zurück, hab ich ja schonmal die- für mich- relevanteste Punkband der heutigen Zeit auserkoren. Müsste ich sagen, wer wohl eine der relevantesten Indiebands aktuell ist, würde ich in jedem Fall The 1975 nennen.

Das komplette Album findet ihr unter Anderem hier.

-örl

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